Bananenspinne
(Phoneutria Nigriventer)
Familie Ctenidae. Bananenspinnen lebt in
Mittel- und Südamerika. Teilweise wird die Spinne auch nach Europa verfrachtet
und es kommt zu Unfällen, wenn die Schiffe entladen werden. Bananenspinnen
werden bis zu 3 cm lang. Die in der Nacht aktiven Tiere sind am ganzen mit
kurzen Haaren versehen. Die Spinnen tragen eine gräuliche bis bräunliche
Färbung. Sie jagen ihre Beute aktiv und bauen aus diesem Grund auch keine Netze.
Auf ihren Beutezügen durchkämmen sie große Gegenden und dringen so auch in
menschliche Behausungen ein.

Bei Beginn der Dämmerung verstecken sich die Tiere, auch in der Kleidung oder
in den Schuhen. Bei einer Bedrohung oder bei einer Entdeckung nehmen die Tiere
sofort eine Abwehrhaltung ein und fliehen nicht. Dabei richten sie die vorderen
Beine und den Vorderkörper auf und bleiben in dieser Haltung immer in Richtung
der Bedrohung. Sie stehen immer frontal gegen den möglichen Angreifer. Ist der
Angreifer nah genug, springen sie ihm entgegen.
Die Folgen des Bisses sind ausschließlich systemisch und reichen von sehr starkem Schmerz an der Bißstelle, kaltem Schweiß, Speichelfluß und Erbrechen zu Hemmung der Blutgerinnung, Herzarrhythmien und Lungenödemen, wobei die beiden Letztgenannten auch zum Tod führen können. Der Tod kann auch durch Atemlähmung erfolgen und tritt im Verlauf von zwei bis fünf Stunden ein.