Gerandete Jagdspinne
( Dolomedes Fimbriatus )
Familie Pisauridae. Werden bis zu 3 cm
lang und ist an den beiden cremefarbigen Linien gut erkennbar, die sich auf dem
ganzen Körper entlangziehen. Sie ist eine furchtlose Räuberin, die kein
Spinnennetz herstellt, aber nicht zögert, Beutetiere anzugreifen, die grösser
sind als sie selber: z.B. grosse Kaulquappen oder junge Fische.
Sie lockt ihre
Beute an, indem sie mit ihren Vorderfüssen aufs Wasser schlägt und damit ein
ertrinkendes Insekt nachahmt. Reglos hockt das Spinnenweibchen am Grabenrand,
die beiden hinteren Beinpaare auf einem Vorsprung aus Torf, die vorderen auf dem
Wasser ruhend. Die Haarpolster unter den Fußgliedern verteilen das Gewicht des
Tieres auf eine so große Fläche, dass es nicht einsinkt, sondern, getragen
durch die Oberflächenspannung, sogar auf dem Wasser zu laufen vermag.

Mit ihren Vorderbeinen "horcht" die Spinne nach Beute. Sie kann
deutlich zwischen Schwingungen des Wassers, die der Wind verursacht, solchen von
herabfallenden Samen und Blättern oder denen eines lebenden Insekts
unterscheiden.
Das Weibchen legt Ende Juni rund 500 Eier in eine selbst gesponnene Tasche, die es zu einem mehr als zentimetergroßen Kokon verschließt und nun mehrere Wochen unermüdlich mit sich herumschleppt. Zum Fressen kommt es während dieser Zeit kaum; das Weibchen wird schmächtig, bis sich kleine runzelige Hungerdellen auf dem Körper zeigen. Irgendwann im August bemerkt die Mutter die zarten Regungen der ersten schlüpfenden Jungspinnen und hängt den Kokon daraufhin in ein zwischen Gräsern neu angelegtes Gespinst.