Krabbenspinnen (Thomisidae)

Die Familie der Krabbenspinnen umfaßt über 3000 bisher bekannte Arten. 
Bei der Familie der Krabbenspinnen sind die beiden vorderen Beinpaare stark verlängert, daher entsteht der Eindruck von "Armen". Außerdem zieht diese Art das vordere Beinpaar etwas hoch, so dass die Beine übereinander liegen und man die Enden auf den ersten Blick für geöffnete Scheren halten könnte. Krabbenspinnen können auch gut seitwärts und rückwärts laufen, so dass ihr Name sehr treffend ist. 
                               
Das Weibchen erreicht einen Durchmesser von ca. 10 mm. Das Männchen ist weitaus kleiner und wird lediglich um die 3 mm groß. Krabbenspinnen sitzen meist mit ausgestreckten Vorderbeinen auf Blumen und lauern auf Insekten, welche die Blüten besuchen. Sie sind nicht nur in der Lage kleinere Insekten zu erbeuten sondern auch grosse - wie beispielsweise Schmetterlinge. Des weiteren, besitzen sie die aussergewöhnliche Fähigkeit zu fliegen. Hierzu strecken sie ihren Hinterleib in Windrichtung und spinnen einen Faden. Sobald der Faden lang genug ist und die Windgeschwindigkeit stimmt, lässt die Spinne die Pflanze los und schwebt durch die Luft. Auf diese Weise ist sie in der Lage, bequem und schnell ihr Jagdgebiet zu wechseln. Sie lauert dort Insekten auf, die Nektar und Pollen sammeln und beschert den Besuchern eine tödliche Überraschung: Sobald das Opfer nahe genug herangekommen ist, schlägt sie ihre Giftklauen hinein, die zwischen den kurzen, schlanken Tastern auf den dicken Fortsätzen an der Unterseite des Kopfes sitzen. Mit ihnen injiziert sie das für das Insekt tödliche Gift. Webt keine Netze. Weibchen fähig ihre Farbe - zwischen gelb und weiß - der Blüte anzupassen, auf der sie lauert; die Farbanpassung kann jedoch mehrere Tage dauern. Nördliche Hemisphäre; in Europa häufiger in den Mittelmeergebieten.

 

                                         Spinnenarten