Nephila
Seidenspinnen oder Radnetzspinnen

Die Nephila-Spinnen sind die größten und schönsten Radnetz bauenden Spinnen die man kennt. Sie sind meist prächtig gefärbt. Die Weibchen können eine Körperlänge von bis zu 6 cm erreichen. Wenn man die Beine dazurechnet enspricht das in etwa einer ausgewachsenen Männerhand. Das männliche Tier erreicht aber kaum die Gesamtgröße einer 2 Euro Münze. Ein typisches Kennzeichen der Nephila-Spinnen sind die stark behaarten Gelenke.
             Nephila Weibchen    Nephila Weibchen    
Die Netze der weiblichen Seidenspinne können mehr als 1 m im Durchmesser erreichen und sind extrem stabil gebaut. (Der mensch nutzt die Fäden der netze teilweise zum bau von primitiven Fischernetzen und Tragetaschen) Sie fangen darin Fliegen und andere flugfähige Insekten. Meist wird die Beute sofort ausgesaugt, große Beutetiere werden aber auch manchmal lebend in einen Kokon eingesponnen. Die Netze sind so fest, das sich selbst kleinere Vögel schon mal darin verfangen können. Der beutefang ist in etwa mit dem der Kreuzspinne zu vergleichen. Die Nephila-Spinne ist zwar größer, aber trotzdem nicht giftiger als diese. Wenn das Netz der Nephila-Spinne beschädigt wird, repariert sie es, und legt kein neues Netz an. Das Spinnen des Netzes dauert so um die 90 min. Die Seidenspinne trifft man in fast allen tropischen und subtropischen Regionen der Erde.
                    Nephila Männchen    Nephila
Männchen
Die Balz des Nephila-Männchens ist kein Zuckerschlecken. Die Weibchen sind ziemlich angriffslustig und wenn man nicht aufpaßt kann man sehr schnell selber zur beute werden. Das Männchen setzt sich an den Rand des Netzes und beginnt daran zu zupfen. Es simuliert auf diese Art ein ins Netz gegangenes Tier. Es prüft auf diese Weise den Hunger des Weibchens und ihre Angriffslust. Stürzt sich das Weibchen nicht auf ihn begibt sich das Männchen langsam auf den Weg zum netzmittelpunkt. Es achtet darauf sich auf der gegenüberliegenden Seite des Netzes zu befinden. Erst wenn es unmittelbar beim Weibchen ist, durchbeißt es ein paar Fäden und krabbelt zur anderen Netzseite durch. Hat das Männchen nun Pech, und das Weibchen stürzt sich auf ihn, ist es verlohren, gegen so einen Angrif hat es keine Chance. Hat es aber Glück, klettert es auf die bauchseite des Weibchens und führt seine Begattungsorgane, die sich an seiner Körperunterseite befinden, in die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Die Paarung dauert ca. 10-20 Minuten. Danach sucht das Männchen schnell das Weite, sofern das Weibchen nicht schneller ist und ihn frißt.
                    Nephila gold Seide  Nephila gold Seide
Einige Wochen später legt das Weibchen ein ca. 1cm großes Ei Paket außerhalb ihres Neztes ab. Dann wird es mit einem Seide-Gespinnst zu einem Kokon umhüllt. Der Kokon kann im fertigen Zustand ungefähr die größe eines Tischtennisballes erreichen.
Brutpflege betreibt die Nehpila-Spinne nicht. Sie würde ihre eigenen Kinder auch nicht verschmähen, sollte eines Pech haben und in ihre Fänge kommen. Nach ca. 100 Tagen schlüpfen mind. um die 60-70 Jungtiere.

                     Foto's by Draco, of Draco Productions
                                        
Spinnenarten