Speispinnen
(Scytodes thoracica)
Familie der Scytodidae. Körperlänge der
Männchen 3-4 mm, der Weibchen 4-6 mm. Sie besitzt nur 6 Augen, die jeweils
paarweise am Vorderrand und an den Seitenrändem des Vorderkörpers gruppiert
sind. Die Grundfärbung ist gelblich mit brauner bis schwarzer Fleckenzeichnung.
Speispinne wird auch die Bezeichnung Leimschleuderspinne verwendet - fängt Speispinnen
die Beute nicht in Netzen, sondern durch das Ausspeien klebriger Spannfähigen
aus den Collagieren. Die Spinne pirscht sich mit sehr langsamen, gewissermaßen
"schleichenden" Bewegungen an das Beutetier an, bleibt etwa 20 mm
davor ruckartig stehen und schleudert aus den beiden Öffnungen der
Chelicerenklauen Spinnfäden mit Klebtropfen über das Opfer. Dieses ist
augenblicklich durch zickzackförmig ausgebreitete Leimfäden an die Unterlage
gefesselt. Anschließend wird die Beute mit einem Biss gelähmt und ausgesogen.
Kommt bei uns fast ausschlieBlich in Häusem vor. Hier hält sie sich tagsüber meist verborgen und geht nachts auf Beutefang. Die Lebenserwartung kann bis 2-4 Jahre betragen. Weit verbreitet in Europa und Nordamerika. Die Speispinne ist eine ungefährliche Spinnenart.