Violinespinne (Loxosceles reclusa)

In Amerika kennt man sie als Brown Recluse spider. Es ist einheitlich hell- bis dunkelbraun gefärbt und trägt einen Violine-geformten dorsalen Streifen auf seinem cephalothorax. Violinespinnen erreichen eine Länge des Körpers (ohne Beine) von 8 bis 15 Millimetern. Während die meisten Spinnen acht Augen besitzen, sind es nur sechs bei dieser arte. Die Spinne kann mehr als zehn Jahre leben.

Die Spinnen sind vor allem in der Nacht aktiv und sehr scheu. Das Netz ist unregelmäßig aufgebaut. Als Schutzraum suchen die sich dunkle Stellen unter Steinen, in deren Ritzen oder auch unter Laub. Violinespinnen sind meistens in Kellern, Garagen Schuppen, Ställen oder auch in den Wohnungen selbst zu finden. Auch hier werden dunkle Stellen bevorzugt.
                     
Violinespinnen, mit der Heimat im Mittelmeergebiet, ist nun auch in Afrika, dem südlichen Europa, dem Nahen Osten, den südlichen GUS-Staaten, den Pazifik-Inseln und im südlichen Australien anzutreffen. Violinespinnen werden sich wahrscheinlich noch weiter verbreiten. Vermutlich durch Schiffverkehr.

Das Gift, das von diesen Spinnen geliefert wird, ist besonders giftig zu Leuten, und die gebissene wird oft krank. Violinespinnen beißen nur bei starken körperlichen Kontakt. Ihre nächtlichen Streifzüge bringen sie oft in Kontakt mit Menschen. Ähnlich wie die Witwenspinnen beißen auch Loxosceles-Spinnen nur wenn sie direkt an der menschlichen Haut gefangen sind. Bisse treten auf, wenn schlafende Menschen sich auf die Spinne rollen oder Kleidung anziehen, in die die Spinne hineingekrochen ist. Die Wunde entwickelt allgemein eine Kruste und eine umgebende rote Zone. Die Kruste fällt herunter und läßt einen tiefen Krater, der häufig nicht für einige Monate heilt.

                                    Spinnenarten